Endoskopische Gefäßentnahme

Verglichen mit der herkömmlichen Entnahme oder der Brückentechnik gibt es heute eine weitaus weniger invasive Möglichkeit, ein Gefäß für eine Koronararterien-Bypass-Operation zu entnehmen. Dieses Verfahren erfordert in der Regel nur einen kleinen, etwa 2 cm langen Schnitt.
Die endoskopische Gefäßentnahme oder EVH (Endoscopic Vessel Harvesting) kann zur Entfernung der Vena saphena magna aus dem Bein oder der Radialarterie aus dem Unterarm verwendet werden.

Bei der endoskopischen Gefäßentnahme werden spezielle minimalinvasive Instrumente verwendet, um ein Blutgefäß durch einen kleinen Einschnitt zu betrachten und zu entnehmen. Dadurch wird das umliegende Gewebe des Beins oder des Unterarms deutlich weniger belastet, was das Infektionsrisiko und die postoperativen Schmerzen im Vergleich zur herkömmlichen Entnahme verringert

Ähnlich wie bei anderen Arten der Gefäßentnahme besteht bei einer EVH das Risiko einer Infektion, thermischen Verletzung, Blutung, eines Hämatoms und einer Risswunde. Darüber hinaus kann die Verwendung einer EVH-Ausrüstung zu: allergischen Reaktionen/Überempfindlichkeiten und, wenn eine Gasinsufflation verwendet wird, zu Kohlendioxidembolien führen.

Erfahren Sie mehr über die Vorteile der EVH

In mehreren klinischen Studien konnten maßgebliche Vorteile einer endoskopischen Gefäßentnahme festgestellt werden, darunter1-10:

      • Ein deutlich reduziertes Infektionsrisiko und weniger Wundkomplikationen
      • Weniger postoperative Schmerzen und Schwellungen
      • Eine schnellere Genesung mit minimaler Narbenbildung
      • Höhere Patientenzufriedenheit

Unabhängig davon, wie die Entnahme durchgeführt wird, bleiben andere Blutgefäße im Bein oder Unterarm bestehen.

Die endoskopische Gefäßentnahme gilt in den Vereinigten Staaten als Standardverfahren und wird in den meisten herzchirurgischen Krankenhäusern durchgeführt. Für viele Patienten ist sie eine gute Option. Da jedoch jeder Mensch unterschiedlich ist, sollten Sie Ihre Entscheidungen mit Ihrem Arzt besprechen.

Endoskopische Entnahme der Radialarterie

Heutzutage können sich Chirurgen dafür entscheiden, die Radialarterie aus dem Unterarm des Patienten durch eine endoskopische Technik zu entfernen, anstatt einen langen Schnitt zu machen. Dieses Verfahren hat mehrere Vorteile, wie zum Beispiel: weniger Schmerzen, ein reduziertes Infektionsrisiko und höhere Patientenzufriedenheit.
Nicht alle Patienten sind für die Verwendung einer Radialarterie als Transplantat geeignet. Ihre Ärzte werden entscheiden, welches Transplantat für Sie und Ihren Zustand am besten geeignet ist.